In Vorbereitung auf die diesjährige Kinder- und Jugendfreizeit, wurden mit einem Arbeitsteam unseres Landwirtschaftsbetriebes die Weideflächen auf dem Pfarrhof der Familie Seidler in Nadrensee zum Aufbau der Zelte unfallfrei hergerichtet.

01 JuWo NadrenseeNun war es endlich soweit, dass die ersten Teilnehmer eintrafen.
Die Zelte, acht an der Zahl, waren schon von den zuständigen Mitarbeitern aufgebaut und die Freizeitteilnehmer den entsprechenden Teamleitern bzw. Zeltverantwortlichen zugeordnet. Das Alter der Kinder lag bei 5 bis 15 Jahren.
Sie kamen nicht nur aus verschiedenen Teilen Deutschlands, sondern auch die Kinder von Seminarteilnehmern aus Afghanistan waren dabei.

 

Vor Beginn der Freizeit gab es eine Teamberatung unter den Mitarbeitern über den organisatorischen Ablauf und wie man die Kinder und Jugendlichen sinnvoll über den Zeitraum von zwei Wochen beschäftigen kann.

Zum Team zählten drei Mitarbeiter unseres Missionswerkes, eine Schwester aus einer Gemeinde in Salzwedel, unser iranische Mitarbeiter Arash als Übersetzer und Elisabeth Seidler.

 

Während der Teamsitzung kam man zu der Idee, verschiedene Bibelgeschichten gemeinsam mit den Kindern zu lesen und hinterher in einem Theaterstück einzuüben und miteinander zu spielen. Dabei stellte Xaver – einer der Betreuer – fest, dass einige der schulpflichtigen Kinder aus Afghanistan oft besser lesen konnten als unsere deutschen Kinder.
Er fragte sich, wie geht das und kam zu der Erkenntnis: sie sind einfach ehrgeiziger, denn sie wollen ja in Deutschland bleiben und müssen sich daher um so mehr beweisen und bemühen.
Die Deutschen haben ja ihren Platz in Deutschland sicher. Beim Spielen der biblischen Texte haben die Kinder und Mitarbeiter sehr viel Freude, Begeisterung und Kreativität gezeigt.

Es ist eine gute Art, die Bibel für die Kinder einprägsamer zu vermitteln. Themen waren u.a.:

„Der barmherzige Samariter“, „Das Urteil des Königs Salomo“, „Petrus im Gefängnis“und„Der verlorene Sohn“.

 

Während der ersten Freizeitwoche lernten die Kinder auch, was es heißt, einander zu dienen und zu vertrauen. Bei gemeinnützigen Aufgaben wie: dem gemeinsamen Tischdecken, Essen vorbereiten, Abwaschen, Zeltreinigung, kleinen Aufräumarbeiten auf dem Hof und dem Sammeln von Mirabellen für die Weiterverarbeitung zu Marmelade durch unsere liebe Köchin in Glasow lernten sie Teamfähigkeit und Dienstbereitschaft wichtige Voraussetzungen für den Dienst im Reich Gottes. Ebenso das Vertrauen zueinander und auf Gott das erfuhren sie durch Gemeinschaftsspiele wie jenes, das sich „blindes Vertrauen“ nennt und vom Vater der zwei Kinder unserer afghanischen Mitarbeiterin erklärt und in Verantwortung durchgeführt wurde.

In jener Woche waren die Kinder auch in verschiedenen Seen der Umgebung baden. Das Wetter hielt sich auf wundersame und göttliche Weise bis in die zweite Freizeitwoche konstant bei Tagestemperaturen um 28 – 34° C; die Sonne schien fast ununterbrochen. Das war natürlich ein großes Segensgeschenk für die Kinder und Jugendlichen.

Einige der Freizeitverantwortlichen, darunter Xaver und A. aus Salzwedel und einer unserer neuen Hausbewohner aus Glasow wurden zu einem zweitägigen Putzeinsatz nach Lebehn beordert. Seit ca. 3 Jahren wird der Zweckbetrieb des EJS-Werkes von Berliner Kunden gebeten bzw. beauftragt, bevor die Urlaubszeit beginnt, deren Bungalow und Ferienwohnung sowie die dazugehörige Außenanlage für Urlaubsgäste „auf Vordermann“ zu bringen. Während das Arbeitsteam von Anleiter Reinhard Schneider die Außenanlagen in Ordnung brachte, waren Xaver und sein Team in den Bungalows bei den Reinigungsarbeiten beschäftigt. Wie das vonstatten ging, seht ihr auf den folgenden Bildern. Das Putz-Team Xaver, Annelie und Christoph.

 

Da wie auch im letzten Jahr ab der zweiten Freizeitwoche gleichzeitig der Glaubensgrundkurs für unsere afghanischen und iranischen Seminargäste begann, war es sinnvoll die Kinder und Jugendlichen samt Mitarbeiterteam nach Eggesin ins Jugendhaus zu verlegen. Dort boten sich neue Freizeitmöglichkeiten. Der einst im geplanten Penkuner EMG-Jugendcafé stehende Billardtisch war bereits einige Monate zuvor durch Xavers Vorschlag nach Eggesin gebracht worden. Der war nun natürlich in den Abend- und späten Nachmittagsstunden ein super Zeitvertreib für die Jugendlichen und Xaver.

 

Des weiteren wurde ein Tagesausflug auf die Insel Usedom unternommen, um dort die „PHÄNOMENTA“ in Peenemünde zu besuchen. Das ist eine Ausstellung von ca. 300 physikalischen und wissenschaftlichen Phänomenen, die man anschauen oder auch selber ausprobieren kann.

An den sehr heißen Tagen fuhren die Mitarbeiter zum Strandbad nach Ueckermünde ans Stettiner Haff. Hier tummelten sich die Kinder den ganzen Tag im Wasser, bauten Sandburgen oder spielten Beachball. Das war oft eine sehr große Herausforderung für die Mitarbeiter, denn sie mussten die Nichtschwimmer immer im Blick haben und aufpassen, dass sich niemand unnötig von der Gruppe entfernt.

In Eggesin nutzte Xaver die Gelegenheit zum Thema „Der verlorene Sohn“, seine eigenen Erfahrungen, wie es in der Welt zugeht, den Jugendlichen mitzuteilen. Dabei entstanden sehr intensive und tiefgründige Gespräche und ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Xaver und einigen Jugendlichen. Das war für die Mitarbeiter sehr ermutigend und aufbauend, auch in nachfolgenden Jahren die Kinder- und Jugendfreizeiten mit ähnlichem Konzept weiter zu gestalten. Auch nach der Freizeit gab es von zwei Teilnehmerfamilien ein sehr positives Feedback.

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