Liebe Missionsfreunde,

das Missionsteam grüßt Euch im Namen des Herrn Jesus Christus! Vom 8. bis 15. Juni 2010 war ein vierköpfiges Team in Osteuropa unterwegs, um einen Hilfsgütertransport in das Armenhaus Europas zu bringen. Durch die Tschechei, Slowakei, Ungarn und Rumänien sind wir in unser Zielland Moldawien gereist.
Nach nur 36 Stunden Fahrt incl. vier Stunden beim moldawischen Grenzzollamt sind wir wohlbehütet bei den Geschwistern der Lutherischen Kirche in Chisinau, der Hauptstadt, angekommen. Nach weiteren 24 Stunden hat die Inlandszollstelle die “Humanitäre Hilfe” (dann schon zum dritten Mal und damit endgültig) genehmigt, sodas wir den VW-Bus und Anhänger endlich entladen konnten. Das Pastorenehepaar ist für diese Hilfe sehr dankbar, denn so können sie den ihnen anvertauten Menschen in ihrer Not begegnen.

2010_06_MD_Anika

 

Für uns ist es eine besondere Freude, bei jeder Reise Bedürftige zu treffen, um Zeit mit ihnen zu haben. Im Dezember 2009 haben wir so ein Ehepaar kennengelernt, wo der Ehemann durch eine missglückte OP eine Halbseitenlähmung erlitten hat und seit sechs Jahren ans Bett gefesselt war. Die Frau pflegte ihn und seine weit über 80jährige bettlägerige Mutter hingebungsvoll und war neben diesem koninuierlichen Streß an Parkinson erkrankt. Als wir gesehen haben, wie jammervoll unzureichend die Pflegemittel vor Ort sind, ist einer der Mitarbeiter sofort nach Deutschland zurückgefahren und hat medizinische Hilfsmittel geholt, um die Pflege an dem kräftigen Mann zu erleichtern.

Von unserem jetzigen Wiedersehen haben wir ein echtes Wunder zu berichten: Der Mann ist nicht mehr ans Bett gefesselt – er sitzt im Rollstuhl und macht seine ersten Schritte im Garten, die Sprache kommt wieder und Lebensmut hat wieder Einzug gefunden! Die Schüttellähmung der Frau ist so gut wie weg und wir haben sie zum ersten Mal fröhlich und gelassen erlebt. Das ist ein wirkliches Gnadenzeugnis Gottes!

2010_06_MD_Evgania

 

Bereits am dritten Tag des Aufenthaltes haben wir uns auf den Weg in den Norden Moldawiens gemacht, um die Glaubensgeschwistern der Pfingstgemeinde in Pelinia zu begegenen. Auch dort haben wir wieder die Witwen, Kranken und Alten besucht. Der Pastor führt uns zu immer neuen Familien, die in Not sind.

Diesesmal haben wir einen Mann besucht, der vor 30 Jahren durch einen Sportunfall querschnittsgelähmt wurde. Seitdem wird er von seiner Mutter gepflegt, die heute 87 Jahre alt ist. Dann waren wir bei einer Witwe, die nach einer schwierigen Entbindung 1966 eine Blutübertragung bekam und davon eine Leberentzündung erlitten hat. Von dieser Hepatitis hat sie sich nie wieder erholt. Bei unserem Besuch ging es ihr sehr schlecht – auf die Frage, wie es ihr geht, konnte sie nicht antworten, denn sie wußte nicht, was ihr nicht weh tat.

 

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