Anschreiben zum Projekt „Gesunde Generation“
(früher Projekt „Drogenhilfe Snamenka“)

Schwedt, den 22. Juli 2018

Liebe Freunde unserer unterstützenden Projektarbeit im Kaliningrader Gebiet,

bitte wundern Sie sich nicht über die Namensänderung unseres Projektes. Wir haben uns entschlossen, den alten, Ihnen vertrauten Namen „Drogenhilfe Snamenka“ umzubenennen in Projekt „Gesunde Generation“. Am Anfang unserer Unterstützungsarbeit im Jahre 1999 stand das Drogentherapiezentrum Snamenka (ehemals Disselwethen). Im Laufe der Jahre konnten wir maßgeblich gegen zahlreiche Schwierigkeiten helfen, die Drogentherapiearbeit unserer russischen Partner zu unterstützen. Neben Snamenka entstand das Therapiezentrum in Schatrowo. Die gesamte Projektarbeit einschließlich der sozialen Aktivitäten entwickelte sich unter dem Dach des von unseren Partnern gegründeten regionalen Kaliningrader Wohltätigkeitsverein „Gesunde Generation“ . Da unsere Unterstützungsarbeit schon seit Jahren der Gesamtarbeit der „Gesunden Generation“ zu Gute kommt und nicht nur dem Therapiezentrum Snamenka, erscheint es uns nun nur folgerichtig, unsere Projektbezeichnung entsprechend anzupassen.

Mit Freude zeigen wir Ihnen nun unseren aktuellen Freundesbrief, der die weitere Entwicklung unserer unterstützenden Projektarbeit zeigt. Dieser Bericht wurde von unserem russischen Partner allein verfasst und von uns ins Deutsche übertragen.


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Vor wenigen Wochen erreichte uns die folgende Rückmeldung:

Lieber Herr v. Below, nun bin ich wieder in Zeuthen. Es war für mich eine sehr gute Reise. Vielen Dank für den Kontakt zu Marina. Wir, Johannes L. und ich, haben uns am Sonntag im Kirchsaal der ev. luth. Propsteikirche in Kaliningrad um 16 Uhr mit Marina zum Gottesdienst getroffen. Eine Musikgruppe und eine Sängerin begleiteten die Lobpreislieder, die auf zwei großen Tafeln angezeigt wurden. Dimitri, der 2. Gemeindeleiter und Hausleiter von Schatrowo, hielt die Predigt. Es war ein bewegender Gottesdienst, wenn etwa einhundert junge Menschen auf diese Weise Gott loben. Wir haben uns mit Marina gleich gut verstanden. Nach dem Gottesdienst, er war von 16-18 Uhr, fuhren Marina, Dimitri, der Bauleiter Sascha, Johannes und ich gleich nach Schatrowo. Zuerst führte uns Dimitrie durch das alte Therapiehaus. Hier standen wir in dem Raum, in dem jeden Morgen im Stehen gebetet wird, und auch hier haben wir ein Gebet gesprochen. Das Haus ist wirklich sehr baufällig und es ist gut, dass jetzt mit dem benachbarten Neubau ein wichtiger Verbesserungsschritt getan wird. Wir haben danach den Neubau Schatrowo angesehen. Die Fenster sind eingebaut, die elektrischen Leitungen sind verlegt. Alle Räume sind verputzt und sauber. Als ehemaliger langjähriger Mitarbeiter im kirchlichen Baubereich kann ich nur sagen: Es hat alles Hand und Fuß. Drei Tage darauf haben wir uns in der Diakonie in Gusev / Gumbinnen getroffen, wir fuhren nach Snamenka. Ich war sehr angenehm überrascht von dem Hausleiter Konstantin, von den Menschen, die da wohnen, von dem großen Haus mit den hellen Räumen und von der großen Landwirtschaft. Drei Frauen arbeiteten im großen Gemüsegarten. Zwei Männer schleuderten gerade den Honig aus der eigenen Imkerei, etwa 4o Kg davon wurden gleich Dimitri mitgegeben. Wir sahen die vielen Schafe auf der Weide, die Kühe, etwa 8 Versen und auch die Schweine in ihrem Stall. Wir sahen die großen Kartoffelfelder, ich denke mehrere Morgen…. Insgesamt war die Reise für mich ein beeindruckendes Erlebnis.

Herzlich Grüße von Detmar Meyer!“

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Für diese Rückmeldung und auch andere, die wir von Zeit zu Zeit erhalten, bin ich einfach nur dankbar – unser jahrelanges Engagement hat mit Ihrer Hilfe Früchte  getragen – die Arbeit war nicht umsonst. Im Focus aller Anstrengungen steht jetzt die Vollendung des Neubaus in Schatrowo. Unsere Partner können unmöglich dem Schatrowo-Team das alte baufällige und durchfeuchtete Therapiehaus noch einen weiteren Winter zumuten. So hoffen und beten wir, dass der Bezug des neuen Hauses noch vor dem Winter möglich sein wird. Insgesamt können wir nur staunen und dankbar sein, wie sich der Bau entwickelt hat. Vor knapp zwei Jahren hatten wir die Planung beschlossen und jetzt rückt die Bezugsfähigkeit noch in diesem Jahr in unseren Focus. Gebet ist weiter dringend angesagt – und auch wenn die restlichen Finanzierungszusagen ermutigend sind, so bleibt aktuell noch eine Lücke von etwa 5000 Euro.

Nun abschließend erneut ein Wort in eigener Sache. Schon seit längerem versuche ich, die Verant­wortung als Projektbegleiter in jüngere Hände zu übergeben Nach unserem vor sechs Monaten erfolgtem Umzug nach Schwedt / Oder engagieren wir, meine Frau und ich, uns hier in unserer kleinen Gemeinde trotz unseres fortgeschrittenen Alters im Rahmen unserer Möglichkeiten. Es gibt wirklich viel zu tun. Die weitere Betreuung unserer Partner im Kaliningrader Gebiet wird dabei immer schwieriger. Seit längerem bete ich zusammen mit meiner Frau für eine neue gute Lösung. Herzlich bitte ich Sie, uns hierbei zu unterstützen. Natürlich käme für diese Aufgabe auch eine Frau in Frage. Russischkenntnisse sind keine Voraussetzung. Im nächsten Frühjahr ist die offizielle Einweihung des neuen Therapiezentrums in Schatrowo geplant. Diesen Anlass möchte ich zu meiner Verabschiedung nutzen. Sicher eine gute Gelegenheit für Interessierte, uns zu begleiten und die Arbeit unserer Partner vor Ort kennenzulernen.

Mit Dank und herzlichen Segengrüßen,

Ihr Unterstützungsteam des Projektes „Gesunde Generation“
i.A. der Europäischen Missionsgemeinschaft e.V.
gez: Traugott v. Below , Berliner Str 116d, 16303 Schwedt / Oder

Telefon 03332 833 4890
traugott.v.below@gmail.com


Um unsere russischen Freunde weiterhin unterstützen zu können,
sind wir für jede Ihrer Spenden von Herzen dankbar!

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