2013 | In Afghanistan verschärft sich die Situation für die winzige christliche Minderheit, die im Untergrund leben muss. Der Parlamentsabgeordnete Nazir A. Hanafi hat jetzt die Hinrichtung von Afghanen gefordert, die sich im Ausland zum Christentum bekehren. Dieser „Abfall vom Islam“ müsse mit dem Tode bestraft werden. Der Abgeordnete Abdul L. Pedram in Kabul führt die zunehmende Zahl von Bekehrungen zum Christentum auf die US-Präsenz in Afghanistan zurück. Nach Angaben des katholischen „Fidesdienstes“ verurteilte Parlamentspräsident Abdul Rauf Ibrahim das „Abwerben“ von Muslimen und beauftragte die staatliche Sicherheitskommission mit Ermittlungen. Der Islamische Rat hatte bereits Staatspräsident Hamid Karzai auf die zunehmende Zahl christlicher Arbeitnehmer im Land aufmerksam gemacht. In Afghanistan gibt es seit 2009 keine öffentlich zugängliche Kirche mehr. Von den knapp 30 Millionen Einwohnern Afghanistans sind fast 99,9 % Muslime. Die Zahl der Christen, meist Ausländer, wird auf bis zu 15.000 geschätzt.
Copyright-Hinweis: Zuerst erschienen bei idea-Spektrum 39.2013

 

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