Gemeinsam mit Geschwistern - Armut

Am zehnten Tag besuchten wir nochmals die Gemeinde in Lvovo, um den Gottesdienst dort mitzufeiern. Wir wurden herzlich begrüßt und sangen uns gegenseitig einige sehr schöne Lieder vor.

Jeder von uns durfte einige Worte der Auferbauung im Gottesdienst sagen.

Pastor Norman Kerner hielt die Predigt und Olga übersetzte.

 

Im Anschluss fuhr Natascha mit uns  zu einigen Menschen, die in bitterer Armut leben.

Bei der ersten Frau war ich gleich sehr betroffen, denn sie hat 3 Kinder, lebt alleine in einem Haus ohne Heizung. Auf den Betten liegen keine Matratzen, nur eine Decke auf dem Eisenrost. Eine Küche gibt es nicht, sie kocht mit einem auf dem Boden stehenden Kleinkocher. Die “Küche” ist also gleichzeitig Hausdurchgang und Abstellraum.

 

Die zweite Frau, die ebenfalls allein mit ihren zwei kleinen Mädchen ist, hat nicht genug Geld, um sich Holz für den Winter zu kaufen. Als die jüngere Schwester geboren werden sollte, war sie sehr verzweifelt. Sie hatte entschieden, das Kind zur Adoption freizugeben, da sie aufgrund ihrer Armut nicht in der Lage gewesen wäre, auch dieses Kind nach der Geburt zu versorgen. In ihrer großen Not schrie sie weinend zu Gott und bat um Vergebung dafür, dass sie dieses Kind nicht behalten können würde. In dem Moment klingelte es an der Tür und zwei christliche Frauen besuchten sie, durch deren praktische Hilfe konnten Lebensmittel, Wäsche Kleidung und eine komplette Babyausrüstung einschließlich Kinderwagen zusammentragen. Dadurch war die junge Mutter in der Lage ihr Kind zu behalten. Heute ist die Kleine ein süßer Wonneproppen. Dank sei Dir Gott für diese Bewahrung.

 

Die dritte Frau, die wir besuchten, hatte gerade ein Baby entbunden und Gott sei Dank schon einmal eine Ausstattung, von Olga organisiert erhalten, sodass sie es warm in ihrer Wohnung hat. Dennoch merkte man ihre Bedrücktheit.

 

Alle Frauen wünschten sich eigentlich ein Haus (in der Ukraine ist das etwas anders als bei uns – Eigentum ist normaler als Miete), um im Frieden und gesichert mit ihren Kindern wohnen können.

Den letzten Kurzbesuch statteten wir einem ehemaligen Drogenabhängigen ab. Er hat während einer christlichen Rehabilitation zu Jesus gefunden, neu geheiratet und Geräte für Schreinerarbeiten über Spenden erhalten, mit denen er sich und seine Familie ernährt.



Links:
Schulmöbel für die Ukraine
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Endlich verteilt,

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Reise in die Ukraine Teil 1

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