Kinder am Maltisch

Familientag am Pfingstmontag 2017 in Nadrensee

Wir sind Gott dankbar für das wunderschöne Sonnenschein-Wetter, dass wir am Familientag genießen durften, um das Pfingstfest zu Seiner Ehre zu feiern. Aus nah und fern nutzten die Gäste den Anlass, sich auszutauschen und einfach unter dem Segen Gottes Gemeinschaft miteinander zu haben. Immer  wieder sind auf unseren Familienfesten verschiedene Nationalitäten vertreten.
So hatten wir Geschwister aus Afrika, der Schweiz, eine Austauschschülerin aus Russland, Flüchtlinge aus Afghanistan sowie dem Iran und natürlich deutsche Gäste unter uns.
Für die Kinder und Jugendlichen war mit einer abwechslungsreichen und unterhaltsamen Beschäftigung gesorgt. Stangen-Klettern, Gesichter bemalen, Sandbilder anfertigen, Trampolin-Springen und andere Spiele ließen keine Langeweile aufkommen.

 

Zur Begrüßung eröffnete Missionsleiter Frank Seidler den Tag mit einer Eingangsfrage: „Was ist vor über 2.000 Jahren passiert und wird bis heute an diesem Tag gefeiert?“ Von einem unserer iranischen Gäste wurde diese Frage ausführlich und korrekt beantwortet.
Anschließend setzte er mit einer Andacht zum Losungswort aus Jesaja 50,4 fort. Dieser Vers wurde im Losungsheft 2017 in zwei Teile untergliedert: am vergangenen Samstag begann er mit den Worten:
>> Er weckt mich alle Morgen; er weckt mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören. <<
Und am Pfingstmontag endete er wie folgt:
>> Gott der HERR hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. <<
Bei der Betrachtung dieser Verse fiel auf, dass in beiden Teilen sich das Wort JÜNGER findet.
Jünger sind Schüler, die bereit sind zum Lernen. So sind auch wir als Nachfolger Jesu in einem ständigen Lernprozess. Dazu brauchen wir Ohren zum Hören und eine Zunge, um die guten Erfahrungen mit Jesus an diejenigen weiter zu erzählen, die des Lebens müde geworden sind.

Frank Seidler nennt als Beispiel das Buch Hiob: Freunde Hiobs kamen zum Trösten, aber die Situation wurde durch ihre Rede nur schlimmer gemacht. Wenn jemand eine schlechte Situation durchlebt, dann weiß er, dass falsche Worte zur falschen Zeit alles schlimmer noch machen.
Gott hat uns eine Zunge gegeben, dass wir das Richtige sagen lernen. Gott kann das richtige Reden schenken. Darum ist der Heilige Geist auf die Jünger gekommen, wie wir es in der Apostelgeschichte lesen können, in verschiedenen Sprachen – bezeichnend ist, dass der Heilige Geist in Form von Zungen erschien. Bei Jesus Christ ist der Heilige Geist als Taube gekommen. Der Geist Gottes ist ein Geist des Friedens, aber auch der Geist der Kraft, der unsere Rede lebendig macht. Damit das geschieht, gab er uns Ohren. Nicht dazu, dass sie mit Müll vollgemacht werden, sondern um die Stimme Gottes durch das Wirken des Heiligen Geistes in uns zu hören und gute Botschaften von unseren Mitmenschen aufzunehmen.

Weiterhin erinnert sich Frank Seidler an ein Lied, mit dem er groß geworden ist: „Pass auf kleines Auge, was du siehst, … Ohr, was du hörst, … Mund, was du sprichst, … Fuß, wo du gehst, denn der Vater in dem Himmel schaut herab auf dich ….“
Heute liebt man es nicht mehr, mit den Kindern dieses Lied zu singen. Man denkt, dass die Kinder Angst bekommen, weil Gott auf alles achtet. Aber dies ist wichtig, weil es WAHR ist. Schrecklich ist es dann, wenn wir uns entscheiden, unsere eigene Sache zu machen. Gott will, dass wir mit Gutem anfangen. Das beginnt jedoch über das Ohr mit dem Hören. Jedes Kind wird gelehrt. Man hofft, dass die Ohren der Kinder nicht mit Schreien oder Schweigen zugemacht, sondern mit freundlicher aber auch strenger Lehre gefüllt werden. Dann können wir das Richtige tun. Alles im Leben fängt mit dem Hören an. Das Schwierigste und was am meisten Ausbildung braucht, ist die ZUNGE. Unsere Hände können schon früh das Gute tun, das gelingt ab dem frühen Kindesalter. Aber wir müssen lernen, lebenslang das Gute zu reden.

Kommen wir nun zurück auf das, was die beiden Losungsverse verbindet. Das Wort JÜNGER. Die Jünger haben Ohren und eine Zunge eines Schülers. Nur als Schüler sind wir bereit zu lernen!
Frank Seidler beendet seine Predigt mit den Worten: „Ich wünsche, dass wir das ganze Jahr hören wie Jünger hören. Dass Gott uns das Ohr öffnet und wir reden wie Jünger reden, um das Schwache zu stärken, dann sind wir in Gottes Wegen und, alle werden die Veränderung unserer Persönlichkeiten im nächsten Jahr sehen können.“



i.A. der EMG
Öffentlichkeistsarbeit

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