Der Vorsitzende nimmt in seiner Andacht Bezug auf Sacharja 12,10 / Offenbarung 1,7

Aber über das Haus David und über die Bürger Jerusalems will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets. Und sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben, und sie werden um ihn klagen, wie man klagt um das einzige Kind, und werden sich um ihn betrüben, wie man sich betrübt um den Erstgeborenen.
Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und wehklagen werden seinetwegen alle Stämme der Erde.

– Heute am Himmelfahrtstag findet die gesetzliche Zusammenkunft statt, um dieses und das nächstes Jahr zu planen. Wir wollen neue Aspekte des Festes „Himmelfahrt“ bedenken.
– Himmelfahrt ist ein viel bedeutenderes Fest, als in der Kirche gemeinhin wahrgenommen wird. Jesus ist an seinen Platz der Ehre und Herrlichkeit zurückgekehrt. Mit der Auferstehung war er noch den irdischen Mächten ausgesetzt. Diese Einschränkung ist mit Himmelfahrt vorbei. Wir sind den Mächten dieser Welt ausgesetzt, ihnen aber nicht unterworfen.
1. „Er hat uns mitauferweckt und mitsitzen lassen in der Himmelswelt in Christus Jesus, damit er in den kommenden Zeitaltern den überragenden Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erwiese in Christus Jesus.“ Eph 2,6-7
– „Was wir angeschaut und unsere Hände betastet haben vom Wort des Lebens …, damit unsere Freude vollkommen sei.“ 1. Joh 1+4
– „Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit
empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe!“ Heb 4,16 Jesus ist der Hoherpriester Gott gemäß,
der für uns eintritt.
2. Himmelfahrt ist Zeitenwende und Rückkehr zum Vater.
– Wir werden unmittelbar versetzt in die Gegenwart des HERRN Jesus Christus, dem Kairos, des Herrn,
der zur Rechten Gottes thront. Er gestaltet Himmel und Erde. Das Lied „Zwischenzeit“ von Albert Frey
beschreibt das.
ER ist das „Prophetische Wort“ im AT und offenbarte sich bei den Propheten. ER ist das Wort
im NT, dass die Glaubenden IHN sehen werden. Jesus Christus wird als HERR bezeugt, der den
Menschen persönlich begegnet. Sie können ihn als „Geheimnis Gottes“ kennen lernen.
– Der Epheserbrief offenbart: Christus in uns. Der Geist Gottes muss bei uns erlebbar werden.
Wo wir auf Gläubige treffen, ist Jesus Christus in der Begegnung mit dabei und sollte wahrzunehmen
sein. Die Gegenwart von Jesus Christus führt in die Verantwortung Kranke und Gefangene zu besuchen.
Falschen Eid hasst er. Sach 8,17

– Wenn der Gläubige anfängt IHN zu sehen, ist das am Anfang mit Wehklage verbunden. Die Freude
bricht bei uns Christen nicht gleich durch. Die Freude in Christus ist in Schmerzen und traurigen Zeiten
erfahrbar. Bis es so weit ist, sind wir anfangs traurig, weil er durchbohrt wurde und wir an seinen Leiden
Schuld haben. „Gut ist es für den Mann, wenn er das Joch in seiner Jugend trägt.“ Kla 3,27
– Bemerkenswert, dass dieses Wehklagen in den Büchern Sacharja und Johannes steht. Bei den Frauen,
die damals, als Jesus auf dem Kreuzweg war, geweint haben, sprach er: „Töchter Jerusalems, weint nicht
über mich, sondern weint über euch selbst und über eure Kinder!“ Lk 23,28. Hier wird deutlich, dass die
Frauen, die Jesus bedauert haben, tiefe Buße zum Ausdruck brachten.
– Ein gegenwärtiges Beispiel: Schirins Mutter, die auf tragischer Weise ihren Sohn verlor, trauerte in
diesem Zusammenhang für alle trauenden Mütter des Iran, das ist eine prophetische Dimension des
Wehklagens.
3. und letzte Sache, die mit Himmelfahrt verbunden ist im Blick auf Offb 1,7: „Siehe, er kommt mit den Wolken…“ V 9-17 „Ich, Johannes, euer Bruder ….“ In dem Moment, wo der Prophet Gottes Wort bekommt, kann er ihn schon sehen. Das unterscheidet uns von denen, die Jesus nicht kennen.
– Der herausragende Mann Gottes, Mose bittet: “Lass mich doch dein Angesicht sehen!“ 2.Mose 33,18
Von dieser Begegnung kehrt Mose selbst mit einem leuchtenden Angesicht zurück. Die Israeliten können
den Abglanz Gottes nicht ertragen, die Herrlichkeit und das Leuchten Gottes zu sehen. Glaube hat diese
Dimension – das Geheimnis seiner Herrlichkeit – dass wir Ihm begegnen und Er sich uns naht.
Jesus sagt zu Johannes: Fürchte dich nicht. Verantwortliches oder vollmächtiges Christsein fängt nicht
an, nur sich im Blick zu haben.
Jesus, hat die Mächte der Welt schon besiegt. „Ich bin JAHWE. Der Erste und der Letzte. Ich war tot
und bin lebendig.“

Lasst uns in Demut und Aufrichtigkeit vor Gott sein, dann werden wir seine Wunder sehen.