Morgens in deinem Bett

Die Katze legt ihre Pfoten auf deinen Körper und lädt dich ein, in der Gemütlichkeit
des Bettes zu verweilen während der Hund schwanzwedelnd mit diversen Laut- und
Bewegungsgeräuschen dich in die Frische des aufgehenden Tages lockt.

Der missbilligende Blick der Katze genügt, dem freudigen Treiben des Hundes etwas Einhalt zu gebieten. Schüchtern tritt er ans Bett und während deine linke Hand das seidenweiche Fell der Katze streichelt und deine rechte Hand das struppige Fell des
Hundes krault, ertastest du dankbar einen kleinen Teil der freudigen Fülle und Wahlmöglichkeiten des Tages, die dein Vater im Himmel heute für dich bereit hält.

So oder so ähnlich wie in diesem kurzen Prosatext sieht das morgendliche Erwachen natürlich nur bei Tierfreunden aus. Und für eine Wahl zwischen zwei verlockenden Alternativen – Schmusen mit der Katze oder dem Sonnenaufgang mit dem Hund entgegengehen – halten auch die Tierfreunde dieses Szenario nicht immer. Zum Beispiel wenn man erkältet ist, Schmerzen oder Depressionen hat, wenig schlafen konnte, in einer Lebenskrise steckt, oder, oder, oder…

Wobei wir beim Thema wären: Ist der Sonnenaufgang oder die Zuneigung der Katze

weniger schön, nur weil es dir nicht gut geht? Oder würde es dir vielleicht sogar bessergehen, wenn du die vielen kleinen Geschenke der Freude, die unser

himmlischer Vater jeden Tag für uns bereithält, bewusst wahrnehmen würdest?

Seine Geschenke für dich annehmen würdest?

Denn nicht nur die Tierhalter, auch die Nicht-Tierhalter haben immer wieder Wahlmög-lichkeiten. Nicht nur zu Beginn eines neuen Jahrzehnts oder eines neuen Jahres, auch Tag für Tag, Stunde für Stunde, Minute für Minute:

Nutze ich die unzähligen Gelegenheiten, mich an der Fülle der Schönheit der Natur, an Gottes Schöpfung, an seinem Liebesbrief an uns zu erfreuen, d.h. schaue ich zum Licht – oder schaue ich auf all das Dunkle in meinem Leben und in der Welt?

Will ich weiterhin den Lügen des Teufels glauben, die er mir über mich und mein Leben immer wieder zuflüstert – oder will ich den Wahrheiten, die Gott über mich ausspricht, vertrauen lernen?

Drehe ich mich im Teufelskreis der immer wieder gleichen dunklen Gedanken – oder verlasse ich den Kreis, trete ich heraus? Schaue ich auf die Probleme oder schaue ich

nach Lösungen? Beklage ich einen aversiven Zustand oder wage ich eine Veränderung? Falle ich immer wieder in dasselbe Loch – oder lerne ich, darum herum zu gehen?

Halte ich Kontakt zu Menschen, die mir nicht guttun, die mich schlecht behandeln oder für die ich mich verbiegen muss, damit sie mich akzeptieren oder zumindest dulden, die mich klein halten oder sogar zu schädlichem Verhalten verleiten – oder öffne ich meine Augen für gesegnete Begegnungen und Beziehungen, mein himmlischer Vater für mich bereithält?

Was auch immer auf deiner Liste der guten Vorsätze für 2020 stehen mag, gib nicht auf, sondern entscheide jeden Morgen neu!
Wer öfter meine Andachten liest oder hört, kennt meinen Lieblingsspruch: Hinfallen, aufstehen, Krone* richten, weitergehen!

Die guten Nachrichten zum Neuen Jahr 2020, die ich für dich habe, stehen im neuen Testament der Bibel, dem Wort Gottes. Und dort ist dir zugesagt, dass du das, was

du verändern und verbessern willst, nicht aus eigener Kraft schaffen musst. Dort lernst

du einen Jesus kennen, den Sohn Gottes, der alle deine Stürme im Leben stillt. „Er ist stärker als Wind und Wellen und als Tod und Teufel.“ (Zitat von Jürgen Werth).

Da traten sie zu ihm (Jesus) und weckten ihn auf und sprachen: „Meister, Meister, wir kommen um!“ Da stand er (Jesus) auf und bedrohte den Wind und die Wogen des Wassers, und sie legten sich und es entstand eine Stille.“ (Lukas 8,24)

Auf der Basis dieser und anderer Bibelstellen singt Andy Weiss von den Zusagen, die Gott für dich hat, in seinem Lied: „Ich bring dich durch den Sturm“, von dem ich die Studioversion mit der Geige aus seinem Album „Laufen lernen“ empfehle. Das ist eines von vielen schönen Liedern, die dich ermutigen können, wenn du dunkle Gedanken gegen Gottes gute Gedanken über dich austauschen möchtest. (Tipp: Am Kreuz von Golgatha kannst du auch alles andere austauschen, was du loswerden willst – aber das ist das Thema einer anderen Andacht).

Ich wünsche dir von Herzen, dass du diese unerschöpfliche Kraft, die deinen Akku immerwährend aufladen kann, für dein Leben entdeckst!

Dr. Tanja Christina Zilius

Fördermitglied

12.1.2020

*(Da Gott der Schöpfer des Universums ist, ist er zugleich König des Universums – und weil der die Menschen nach seinem Bilde schuf, sind wir Königskinder)

print