„Geflüchtete Frauen und Mädchen brauchen besonderen Schutz.“
(Zitat: Zeitschrift der IGFM Deutschland Nr. 3-4 2015)

Schon bei der Reise im Dezember ist unser Missionsleiter angefragt wurden, ob sich unser Missionswerk der Fluchthilfe von gefangen genommenen, versklavten kurdischen Mädchen und Frauen aus syrischen Kriegsgebiet beteiligen kann.

Als wir Ende Februar durch unseren Kontaktmann die Information erhielten, dass für die Befreiung von 31 Betroffenen alle Verhandlungen und Vorbereitungen mit fester Zusage abgeschlossen sind, war dem Vorstand der EMG klar, dass es keinen Grund gibt, ihnen nicht zu helfen.

Gerade weil uns die Verse aus Sprüche 24, 11-12 eindringlich zum
Handeln auffordern:

Rette die unschuldig zum Tode Verurteilten; befreie den der zur Hinrichtung geschleppt wird! Du magst sagen: „Wir wussten doch nichts davon!“-aber du kannst sicher sein: Gott weiß Bescheid! Er sieht dir ins Herz! Jedem gibt er das, was er verdient. (Hoffnung für Alle)


Im Vertrauen auf die Gnade unseres mächtigen Gottes und Erlösers Jesus Christus, sagte Missionsleiter Frank Seidler zu, dass wir bis zum Termin der Befreiung 50.000 Euro – das ist nur ein Teil der notwendigen Kosten – zusammentragen werden. Die restlichen ca. 15.000 Euro werde die kurdische Regierung aufbringen, hieß es.
In unserer Gemeinde wurde beim Sonntagsgottesdienst auf diese Anfrage mit Bitte um Unterstützung aufmerksam gemacht.
Die Mitarbeiter starteten sofort einen Spendenaufruf unter allen bekannten Freunden und Unterstützern der EMG, anderen christlichen Gemeinden und Hilfswerken und politisch engagierten Bürgern sowie bei bekannten Regierungsträgern.
Die Zeit war sehr knapp und der Druck sehr hoch, der auf den Verantwortlichen dieses Projektes lag.
Dank des Eingangs von fast 10.000 Euro aus Spenden und der Darlehensgabe von insgesamt ca. 40.700 Euro konnte das Geld zum festgesetzten Termin in die Hände der verantwortlichen Kooperationspartner übergeben werden.

Demzufolge hat sich die EMG bereits im ersten Viertel diesen Jahres bei Ihren Gläubigern mit insgesamt über
40.000 Euro verschuldet. Wegen des niedrigen Weltmarktpreises für Öl: ist ein Rückfluss der Summe seitens der kurdischen Regierung ist aufgrund der hohen Belastung durch die IS-Abwehrmaßnahmen, Sicherung der Flüchtlingslager und Hilfeleistungen vor Ort leider nicht zu erwarten.
Daher sind wir auf die finanzielle Unterstützung weiterer großzügiger Spender angewiesen.
In Begleitung unseres kurdischen Kontaktmannes besuchte uns auch eine junge, ehemalig versklavte Frau, die aus den Fängen ihrer Peiniger befreit werden konnte. Sie ist eine der stark traumatisierten Frauen aus einem der vielen
Dörfer, die 2014 von IS-Kämpfern überfallen wurden, wobei zahlreiche Familienväter, unverheiratete Männer und
Jungen auf unbeschreiblich brutale Weise gefoltert und ermordet und die meisten Mädchen und Frauen in Gefangenschaft entführt wurden, um dann als Sexsklavinnen verkauft zu werden. Während ihrer Aufenthaltszeit in unserer Region besichtigte sie unsere Häuser und unterhielt sich mit einigen unserer Mitarbeiterinnen über ihre grausame Geschichte. Zurzeit hält sie sich mit weiteren durch die Hilfe von internationalen Menschenrechtsorganisationen entkommenen Frauen in psychologischer Betreuung in Baden-Württemberg auf.
Noch bevor unser Missionswerk die Ehre hatte, diese Frau kennenzulernen, erschien in der BILD-Zeitung ein Artikel über ihr Buch
„Shirin – Ich bleibe eine Tochter des Lichts – Meine Flucht aus den Fängen der IS-Terroristen“.

Eine unserer Mitarbeiterinnen wurde dadurch aufmerksam und kaufte sich dieses Buch. Shirin_Ich_bin_eine_Tochter_72dpi-300x491Zu der Zeit, als sie beim Lesen über die grausamen Erlebnisse von “Shirin” und anderen gefangen Mädchen erfuhr, konnte sie noch nicht erahnen, dass Gott es vorgesehen hatte, uns kurze Zeit später persönlich bekannt zu machen. „Wenn ich doch einmal nur eine dieser armen gepeinigten Frauen in die Arme schließen könnte – mehr nicht …. !“ war ihr Gebet.
Gott wäre nicht Gott, wenn er nicht auf solch einen innigen Herzenswunsch eingehen würde. Uns als Mitarbeiter der EMG zeigt das, wie sehr uns Gott in Seinen Plan als “Menschenbefreier” und als Seine Werkzeuge in Verantwortung gesetzt hat und, dass wir unmittelbar an den Brennpunkten der Geschichte seine Retterliebe kundmachen dürfen!
Es ist ein großes Privileg für unser Werk, an solchen Hilfsprojekten Anteil zu haben.
Fünf Tage lang bangten alle Mitarbeiter um die Frauen und Helfer, ob denn Gott zu diesem Vorhaben Gnade und Gelingen schenkt.
In der Nacht vom 4. zum 5. März erhielt unser Leiter von unserem Kontaktmann aus dem Nordirak die erlösende frohe Botschaft, dass alle 31 Befreiten Frauen an einen sicheren Ort gebracht werden konnten.
Große Dankbarkeit in der Gemeinde beim Sonntagsgottesdienst während der Bekanntgebung.
Doch wie soll es nun mit diesen stark traumatisierten Frauen und Kindern weitergehen? Werden sie auch das Glück haben, nach Deutschland kommen zu dürfen, um hier die Chance zu einem Neubeginn ihres Lebens zu erhalten?

Mitarbeiterin Marion Brodbeck:

“Auch ich habe mir dieses Buch gekauft und während ich diesen Bericht unter Tränen schreibe, angefangen zu lesen. Nur ein kleiner Auszug daraus:”

… Aber diese Nähe zu diesem Mann – das war mir zu viel. Wie konnte er es überhaupt wagen?
Vergewaltigung – das ist die größte Schande für uns Jesidinnen. Das schlimmste Leid, das man einer Frau zufügen
kann. Alles würden wir geben, um das zu verhindern. Man dürfte uns hinrichten, erschießen, abschlachten, aber auf so eine Weise entehrt und entwürdigt zu werden, das ist das Allerschlimmste. (Worte von Shirin)

… „Das ist kein Krieg gegen Frauen. Frauen werden genutzt, um neue Anhänger des IS anzuwerben. Sie werden
systematisch zu Opfern gemacht. Der IS benutzt gezielt sexuelle Gewalt, um Gesellschaften auseinanderzureißen,
indem die IS-Milizen ihre wertvollsten Bestandteile vernichten. Wer eine Frau vergewaltigt, vergewaltigt auch eine
Gemeinschaft und eine Familie.

… Dieser neue islamische Terror übersteigt unser menschliches Verständnis von Grausamkeit und Leid in einem nie
dagewesenen Ausmaß.“ (Zitat von Prof. Dr. Dr. Jan Kizilhan, Mitverfasser des Buches und Leiter des Studienganges
„Soziale Arbeit – Psychisch Kranke und Suchtkranke“ an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Villingen-
Schwenningen. Er begleitet einige dieser traumatisierten Frauen, die in Deutschland aufgenommen wurden.)

Deshalb, liebe Freunde und Unterstützer kann ich Euch dieses Buch
einfach nur nahe legen und in erster Linie darum bitten, dem Missionswerk
finanzielle Unterstützung zu leisten, damit dadurch noch vielen Frauen in
die Freiheit verholfen werden kann, um sie vor weiteren Vergewaltigungen
und Folter zu bewahren.

1. Petr 1:18-19:
„Ihr wisst, dass ihr aus eurer sinnlosen, von den Vätern ererbten
Lebensweise nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet,
nicht um Silber oder Gold, sondern mit dem kostbaren Blut Christi,
des Lammes ohne Fehl und Makel.“

DENN AUCH WIR SIND UM EINEN HOHEN PREIS ERKAUFT WURDEN!

.So wie Christus uns mit seinem Blut freigekauft hat, so dürfen wir jetzt andere Menschen zur Freiheit verhelfen.

 

Spenden nehmen wir dankbar entgegen unter:

EMG e.V.

Sparkasse Uecker-Randow

IBAN: DE 14 15050400 3420001818

BIC: NOLADE 21 PSW

Verwendungszweck: SPENDE – PJ 2016-007 -Rehabilitation befreiter Mädchen und Frauen aus IS_Gefangenschaft





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