Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde, liebe Geschwister,

die Europäische Missionsgemeinschaft setzte am 10. August 2012 in unserer Region zusammen mit allen Bürgern guten Willens ein Zeichen der Versöhnung zwischen der deutschen und der jüdischen Bevölkerung unseres Landes.

Unsere Region ist gebrandmarkt von einem überdurchschnittlich hohen Vorbehalt gegenüber Menschen anderer Herkunft, Rasse und Nationalität.

Die Hassparolen und Übergriffe gegen polnische Mitbürger, die hohe Zustimmung zu nationalistischen und rechtsradikalen Umtrieben reden hier eine schwer zu überhörende Sprache.

Gerne versteckt man sich dann hinter einer billigen Empörung oder hofft, dass “ANDERE” diesen Umtrieben schon irgendwie entgegentreten.
Das Absageschreiben unserer evangelischen Regional-Kirchenleitung aus Greifswald zur Teilnahme an dieser Flaggenweihe atmet bedauerlicherweise denselben Geist.

Umso hoffnungsvoller stimmen solche Aktivitäten wie sie das “Aktionsbündnis Vorpommern: weltoffen-demokratisch-bunt” am morgigen 11. August in Pasewalk und Viereck geplant hat.

WIR möchten solchen EINMALIGEN AKTIONEN ein DAUERHAFTES Zeichen hinzufügen,
in dem Israels und Deutschlands Flagge dauerhaft nebeneinander wehen sollen.


Wir antworten: “ Wir alleine können es nicht herbeiführen, wenn nicht Gottes gute Hand über diesem Ort wacht und sich unsere Mitbürger nicht an der Verantwortung für dieses Zeichen der Versöhnung mitbeteiligen.“

Als Christen sind wir diesem Ziel verpflichtet! In der Bibel lesen wir, dass die Gläubigen aus anderen Völkern als dem Bundesvolk Gottes, gleichsam wider den natürlichen Ablauf in einen edlen Baum eingepropft worden sind. Israel bleibt das Bundesvolk des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs, der auch der Gott derer ist, die an Jesus, den Messias glauben. Durch ihn wurde “die Trennwand zwischen den Völkern durchbrochen”, wie wir im Brief an die Epheser lesen.

Das dieses keine fromme Theorie ist, sondern gelebte Wirklichkeit, mögen folgende Beispiele verdeutlichen:

 



Liebe Freunde! Einer der zehn Arbeitsbereiche der Europäischen Missionsgemeinschaft ist der Zusammenarbeit mit Israel gewidmet:

Das jüdische Leben in unserer Region ist außerordentlich dünn. Wohl hat man im vergangenen Jahrzehnt die Standorte der wenigen Synagogen herausgeforscht und gekennzeichnet.

Wohl sind durch die Aktion “STOLPERSTEINE” zumindest einige Namen unserer jüdischen Brüder, die in der Zeit der NS ermordet wurden, wieder bekannt geworden.

Aber noch LEBEN in unserer Region kaum Juden. Selten sind sie unsere Gäste.

Möge der heutige Tag damit einen Anfang machen, dass diese unsere Freunde Mut und Freude finden unter uns zu wohnen und zu leben.

Ich danke Ihnen im Namen der Juden JESHUA HAMASHIACH

 


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