Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde, liebe Geschwister

die Europäische Missionsgemeinschaft setzt heute in dieser Region zusammen mit allen Bürgern guten Willens ein Zeichen der Versöhnung zwischen der deutschen und der jüdischen Bevölkerung unseres Landes.

Unsere Region ist gebrandmarkt von einem überdurchschnittlich hohen Vorbehalt gegenüber Menschen anderer Herkunft, Rasse und Nationalität.

Die Hassparolen und Übergriffe gegen polnische Mitbürger, die hohe Zustimmung zu nationalistischen und rechtsradikalen Umtrieben reden hier eine schwer zu überhörende Sprache.

Gerne versteckt man sich dann hinter einer billigen Empörung oder hofft, dass „ANDERE“ diesen Umtrieben schon irgendwie entgegentreten.
Das Absageschreiben unserer evangelischen Regional-Kirchenleitung aus Greifswald zur Teilnahme an dieser Flaggenweihe atmet bedauerlicherweise denselben Geist.

Umso hoffnungsvoller stimmen solche Aktivitäten wie sie das „Aktionsbündnis Vorpommern: weltoffen-demokratisch-bunt“ am morgigen 11. August in Pasewalk und Viereck geplant hat.

WIR möchten solchen EINMALIGEN AKTIONEN ein DAUERHAFTES Zeichen hinzufügen, in dem Israels und Deutschlands Flagge dauerhaft nebeneinander wehen sollen.

Wir antworten: “ Wir alleine können es nicht, wenn nicht Gottes gute Hand über diesem Ort wacht und wenn sich unsere Mitbürger nicht mitbetätigen werden an der Verantwortung für dieses Zeichen der Versöhnung.

Als Christen sind wir diesem Ziel verpflichtet! In der Bibel lesen wir, dass die Gläubigen aus anderen Völkern als dem Bundesvolk Gottes, gleichsam wider den natürlichen Ablauf in einen edlen Baum eingepropft worden sind. Israel bleibt das Bundesvolk des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs, der auch der Gott derer ist, die an Jesus, den Messias glauben. Durch ihn wurde „die Trennwand zwischen den Völkern durchbrochen“, wie wir im Brief an die Epheser lesen.

Das dieses keine fromme Theorie ist, sondern gelebte Wirklichkeit, mögen folgende Beispiele verdeutlichen:

  • PIERRE kommt aus Sachsen und gehörte dort zur rechtsradikalen Szene von Löbau. Mit der Eingliederung in unsere christliche Lebensgemeinschaft ist ein „neuer Mensch“ aus ihm geworden, der eng mit ausländischen Mitbürgern (unseren Asylbewerbern und Asylanten) zusammengearbeitet und eine neue Gesinnung gewonnen hat.
  • Das zweite ist AMIR, der aus dem Iran nach Deutschland gekommen ist und hier Jesus Christus kennengelernt hat. Bei einem unserer Taufseminare haben wir dann eine interessante Entdeckung gemacht, die ich Ihnen, (ohne Vorabsprache!) vorführen will:
    ->    – Handy anklingeln: Klingelton „Hava Nagila“-
    Damit wird offenbar: durch die Versöhnungstat Jesu Christi wird aus dem Angehörigen eines Volks, dass sich zu den Todfeinden Israels zählt, einer der FREUNDE ISRAELS!

 

Liebe Freunde! Einder der zehn Arbeitsbereiche der Europäischen Missionsgemeinschaft ist der Zusammenarbeit mit Israel gewidmet:

Das jüdische Leben in unserer Region ist außerordentlich dünn. Wohl hat man im vergangenen Jahrzehnt die Standorte der wenigen Synagogen herausgeforscht und gekennzeichnet.

Wohl sind durch die Aktion „STOLPERSTEINE“ zumindest einige Namen unserer jüdischen Brüder, die in der Zeit der NS ermordet wurden, wieder bekannt geworden.

Aber noch LEBEN in unserer Region kaum Juden. Selten sind sie unsere Gäste.

Möge der heutige Tag damit einen Anfang machen, dass diese unsere Freunde Mut und Freude finden unter uns zu wohnen und zu leben.

Ich danke Ihnen im Namen der Juden JESHUA HAMASHIACH

 

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