Hallo, hallo!
Unser letzter moldawischer Tag ist mit viel Schneefall angebrochen und fast schon wieder vergangen. Die Nacht neigt sich herbei und wir rüsten für die Heimfahrt - und zwar OHNE das wir die endgültige Zulassung des Nissan-Jeep noch miterlebt hätten. Wieder ist ein stundenlanger Behördenmarathon absolviert und noch fehlt die eine (20.? oder schon 25.?) Unterschrift - egal, SOVIEL werden bis zur allerletzten auf jeden Fall zusammenkommen. Die ungefähr 50 Stempel noch nicht mitgerechnet - und WEHE, einer von denen ist nicht perfekt gelungen und vielleicht sind nur 95% zu lesen. Dann riskiert man einen neuen Langstreckenlauf von Einem zum Anderen mit ungewissem Ausgang (außer, dass man mit Sicherheit NOCH eine Menge mehr Lei zu zahlen haben wird)...
DAS sind die Dinge, um deretwillen man dann doch GERNE wieder nach Hause fährt. :-)
Hier kommt noch mehr...

Was ist sonst noch geschehen? Gestern waren Carolin und Matthias zur
Übergabe der medizinischen Hilfsmittel, die Reinhard von der Busreise
nachgebracht hat - ein bewegender Moment, als der gelähmte Mann sich
weinend bedankt und die beide segnet. Währenddessen waren Frank,
Reinhard und Anna noch einmal am über 100 km entfernten Grenzübergang,
um weitere Zollformalitäten zu erledigen. Auf der bergigen Strecke
hingen schon viele Fahrzeuge fest oder waren verunglückt, zumal der
Winterdienst abenteuerlich ist - einfach UNBESCHREIBLICH: man muss es
GESEHEN haben, um zu entscheiden, ob man darüber lachen oder weinen
soll! Dabei hat sich die absolute EIgnung des Nissan für die hiesigen
Straßenverhältnisse eindrücklich bestätigt. Während (fast) alle anderen
Fahrzeuge nur in Kriechgeschwindigkeit vorwärts kamen, konnten wir dank
des Allradantriebs und der grobstolligen Reifen volle Geschwindigkeit
fahren.
Heute ist die ganze Stadt ein einziger Stau. Die steileren Straßen sind
gesperrt (geht einfach schneller, als sie zu räumen), auf den anderen
kriecht, rutscht und schiebt es von Ampel zu Ampel. Der Vorteil: die
sonst übliche Aggressivität sinkt auf mitteleuropäisches Niveau. Das
ist auch nicht schlecht.
Wir haben unsere letzten Kontaktleute aufgesucht - den Leiter der
jüdischen messianischen Gemeinde in Balti, der "eigentlich"
Pfingstpastor ist. Von ihm haben wir erfahren, dass die hiesigen
messianischen Gemeinden "Ableger" der Pfingstler sind; sich zwar am
Schabbat und zu den jüdischen Festtagen versammeln, auch
jüdisch-messianische Hilfe (aus Finnland) bekommen, aber liturgisch
eben "pfingstlich-messianisch" ausgerichtet sind. Eine interessante
Variante, die wir den Brüdern von Beit-Sar-Shalom berichten werden.
Und: der leitende Bruder Igor Bodnari absolviert gerade heute seine
Theologische Prüfung, zusammen mit Ionel Morar, von dem wir uns auf
diese Weise noch ein weiteres Mal verabschieden konnten. Wir haben sie
Alle der Kraft und Leitung des Heiligen Geistes anbefohlen und freuen
uns mit ihnen über diese neue Stufe ihres Dienstes.
Und nun? Ein letztes Helfen: die Durchstrukturierung der Speisekammer
nach "westlichem Standard" (mal sehen, was davon im Sommer noch
erkennbar sein wird) - neue, verschließbare Behälter inclusive; die
Schneeketten aufgezogen, (schon die zweite Garnitur hatte tatsächlich
das RICHTIGE Format); letzte Wünsche für die nächste Reise notiert; ein bisschen Wehmut und viel Ermutigung ausgetauscht und dann: einander in Gottes mächtige und gnädige Hand befohlen - verbunden in EINEM Herrn, EINEM Glauben, EINEM Geist!
Das wünschen wir auch allen Lesern und Freunden des Werkes, in das ER uns gestellt hat.
Herzlichst, Euer Missionsteam