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In sechs der schärfsten Christenverfolgerstaaten gilt der Islam


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(Kelkheim, 08. Februar 2007) Die Länder, in denen Christen am schärfsten verfolgt werden, sind mehrheitlich Staaten, in denen der Islam die Religion der Mehrheitsbevölkerung ist. Das ergaben Forschungen des Hilfswerkes Open Doors (Kelkheim bei Frankfurt am Main), bei der Ermittlung des diesjährigen Weltverfolgungsindex, der heute veröffentlicht wird. In sechs der ersten zehn Länder im Index ist der Islam teilweise Staatsreligion: Saudi-Arabien, Iran, Somalia, Malediven, Jemen und Afghanistan. Drei Länder werden von kommunistischen Regierungen geführt: Nordkorea, Vietnam und Laos. Bhutan ist das einzige buddhistisch geprägte Land unter den Spitzenreitern. DasLand, in dem Christen am meisten verfolgt werden, ist erneut Nordkorea auf Platz 1. Zum Vorjahr hat sich die Situation für Christen in Saudi-Arabien (Platz 2), dem Iran (Platz 3), Somalia (Platz 4), den Malediven (Platz 5) nicht verbessert. Auch diese Länder hielten ihre Platzierungen. Weltweit gehören Christen zu der am meisten verfolgten Glaubensgruppe. Schätzungsweise 200 Millionen Menschen werden aufgrund ihres christlichen Bekenntnisses verfolgt oder diskriminiert. "Wenn wir etwas für die verfolgte Kirche bewirken wollen, ist der erste Schritt, sich bewusst zu machen, dass es Christenverfolgung überhaupt gibt", sagt Johan Companjen, Präsident von OpenDoors Internationalb (Ermelo/Niederlande). Der Weltverfolgungsindex sei deshalb ein verlässlicher Gradmesser der weltweiten Christenverfolgung für Christen, Politiker, Hilfsorganisationen und Medien. Jedes Jahr bewertet das Werk mittels eines Fragebogens die Situation von Christen in über 100 Ländern und veröffentlicht die Bewertung der ersten 50.

Nordkorea: Christenverfolgerstaat Nr. 1
Seit Jahren führt die isolierte, öffentlichkeitsscheue Diktatur den Weltverfolgungsindex an. Das Regime unter Kim Jong Il konnte jedoch nicht verbergen, dass gegenwärtig zwischen 50.000 und 70.000 Christen in nordkoreanischen Gefangenenlagern sitzen. In kaum einem anderen Land gibt es so massive Verstöße gegen die Religionsfreiheit wie in Nordkorea. Open Doors macht seit Jahren auf die unvorstellbaren Leiden der Christen in den Arbeitslagern aufmerksam und ruft zum Gebet für sie auf. "Uns erreichen Briefe von Christen aus dem Land, die härtester Verfolgung ausgesetzt sind und immer wieder um Gebetsunterstützung bitten. Und wir erleben, wie zunehmend mehr Christen in Deutschland ihren leidenden Glaubensgeschwistern beistehen", sagt Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland. Derzeit beten 1.688 Christen wöchentlich mindestens zehn Minuten am Tag in der dreijährigen Gebetskampagne für Nordkorea mit.

Weiter antichristlicher Kurs im Iran
Noch immer sind in Saudi-Arabien öffentliche nichtmuslimische religiöse Versammlungen verboten, obwohl Mitglieder der königlichen Familie immer wieder behaupten, dass es Christen freigestellt sei ,in ihrer Privatwohnung Gottesdienste zu halten. Vier ostafrikanische Christen wurden im Berichtsjahr verhaftet, als sie sich privat zum Gottesdienst versammelten. Nach einer Haftstrafe von einem Monat unter folterähnlichen Bedingungen wurden sie in ihre Heimatländer abgeschoben. Im Iran hält Präsident Ahmadinedschad weiter an seinem antichristlichen Kurs fest. Mindestens acht Zwischenfälle wurden bekannt, in denen zum christlichen Glauben konvertierte Muslime verhaftet wurden. Die weniger als ein Prozent Christen in Somalia leben ihren Glauben nur im Untergrund, aus Angst wegen Apostasie (Abfall vom Islam) vor ein Scharia-Gericht gestellt zu werden. Im Inselstaat der Malediven ist es Christen unmöglich, eine Kirche zu eröffnen oder eine Gemeinde zu gründen, obwohl Ausländer ihren Glauben im privaten Kreis praktizieren dürfen, wenn sie keine einheimischen Bürger zur Teilnahme einladen. Die Bibel und andere christliche Materialien dürfen nicht eingeführt werden, abgesehen von einem Exemplar für den Eigenbedarf. Auf den weiteren Plätzen der Länder, in denen Christen am schärfsten verfolgt werden, sind der Jemen (Platz 6), Bhutan (Platz 7) und Vietnam (Platz 8) sowie Laos (Platz 9).

Afghanistan: Konversion hat schwere Folgen
Neu unter den ersten zehn Ländern ist die islamische Republik Afghanistan, die noch im vorigen Index auf Position elf stand. Obwohl in der Verfassung Religionsfreiheit garantiert wird, durchdringt der Islam alle Aspekte der Gesellschaft und die Gesetze der Scharia sind mehr oder weniger in Kraft. Christen müssen deshalb sehr vorsichtig sein. Ausländische Christen, die bei der Weitergabe der christlichen Botschaft entdeckt werden, werden verhaftet und gewöhnlich abgeschoben. Konvertiten können mit dem Tode bestraft werden, wenngleich das in letzter Zeit noch nicht vorgekommen ist. Sie werden von ihrer Familie und der Gesellschaft ausgestoßen, beschimpft, verprügelt und in mehreren Fällen auch ermordet. Der Fall Abdul Rahman im März 2006 zeigte der Weltöffentlichkeit, welche Folgen ein Religionsübertritt für Muslime in Afghanistan haben kann, aber auch, welche
Auswirkung internationaler Protest bewirkt. Rahman drohte wegen seiner Konversion zum christlichen Glauben die Todesstrafe. In seinem Fall haben auch die deutsche Bundesregierung und der Papst interveniert. Rahman lebt heute im Asyl in Italien.

Mohammed-Karikaturen verschlimmerten die Situation
Verschlechtert hat sich die Glaubensfreiheit im Jahr 2006 für Christen in Usbekistan, Eritrea, den Komoren, Irak, Nordnigeria, Algerien, Mauretanien, der Türkei, Äthiopien und Nordost-Kenia. In fünf dieser Länder - dem Irak, Nordnigeria, Türkei, Äthiopien und im Nordosten Kenias " kam es nach der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Zeitung zu gewalttätigen Aktionen. Seit der Niederschlagung des Volksaufstandes in Andischan durch die Regierung im Jahr 2005 hat sich die Politik Usbekistans gegen die Christen gewandt und die Beziehungen zwischen der Regierung und westlichen Ländern verschlechtert. In Usbekistan gelten Christen als Anhänger einer westlichen Religion oder Mitglieder einer extremistischen Sekte. 2006 wurden ausländische christliche Entwicklungshelfer aus Usbekistan ausgewiesen. Im ostafrikanischen Eritrea schränkt die
Regierung die Religionsfreiheit für staatlich nicht erlaubte Gemeinden scharf ein, verletzt aber auch die Rechte der registrierten Kirchen. Über 2.000 Christen, darunter Pastoren und Priester protestantischer und orthodoxer Gemeinden, sind in Polizeistationen, Militärlagern und Gefängnissen in ganz Eritrea in Haft.

Positive Entwicklungen
Positive Entwicklungen beobachtete Open Doors in Marokko und Indonesien. Im nordafrikanischen Marokko wurden weniger Christen von der Sicherheitspolizei verhört. Immer wieder kommt es in den stark islamischen Gebieten in Indonesien wie Aceh, West-Java und Süd-Sulawesi zu religiös motivierter Gewalt, dennoch berichten einheimische Mitarbeiter von Verbesserungen. Ein Pastor wurde 2006 ermordet, jedoch gab es keine neuen Verhaftungen von Christen. Hoffen können auch Christen in Nepal. Die neue Regierung änderte die Verfassung, wonach Nepal kein hinduistisches Land mehr ist.

Tschetscheniens kleine Kirche kämpft
Neu im Index ist Tschetschenien, das früher zur Russischen Föderation gehörte. In dieser Republik ist die Kirche sehr klein. Muslime, die zum Christentum konvertierten, leiden unter Drangsalierungen durch Verwandte oder die Behörden, wenn ihr Religionswechsel bekannt wird. Der Islam wird stark gefördert. Im Berichtsjahr flüchteten Menschen aus Tschetschenien, als die Regierung und ihre Familien ihre Konversion entdeckten. Keinem Tschetschenen ist es erlaubt, seinen Glauben öffentlich
zu wechseln. Die meisten Tschetschenen halten Christen für orthodox und somit für russisch. Die Heilung und Versöhnung zwischen Russen und Tschetschenen ist daher ein wichtiges Thema.

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