Liebe Freunde und Leser,

Zu meiner großen Freude und Bereicherung durfte ich die letzten eineinhalb Wochen als ehrenamtliche Mitarbeiterin, bei der Europäischen Missionsgemeinschaft kurz EMG mithelfen.

In diesem Rahmen, lernte ich auch die ehemalige IS- Sklavin Shirin kennen.

Es war ein außergewöhnliches Erlebnis der EMG bei ihren Arbeiten zuzuschauen und mithelfen zu können.

Hier nun ein kurzes Interview, dass ich mit dem Vorsitzenden der EMG, Herrn Frank Seidler führte. Um euch das lesen zu erleichtern werde ich meine Fragen “kursiv” darstellen und Herrn Seidlers Antworten in einer anderen Farbe anzeigen.

frank-seidler-web

 

Ich: Ich war sehr überwältigt von den vielen Bereichen und Ländern bei denen Ihr so großartig unterstützt. Seit wann gibt es Euch denn?

Frank Seidler: Die EMG gibt es erst seit gut 10 Jahren. Es gibt 10 Dienstbereiche und im Durchschnitt wöchentlich ein neues Projekt. Diese Projekte kreieren wir nicht selbst, sondern werden um Unterstützung gebeten.

Ich:Was mich am meisten überwältigt hat, ist Eure Arbeit mit den geflüchteten Menschen und natürlich der Freikauf der IS-Sklaven. Was hat euch bewegt gerade dort tätig zu werden?

Frank Seidler: Ich bin im Dezember letzten Jahres eingeladen worden den vertriebenen Christen in den Nord-Irakischen Flüchtlingslagern zu helfen. Bei diesem zweiwöchigen Aufenthalt hatte ich Gelegenheit, das enorme Ausmaß, des Elends kennen zu lernen, das seit der Ausbreitung des IS, über die Bewohner dieser Region hereingebrochen ist.

Unter vielen Anfragen war auch die, ob wir uns der verschleppten kurdischen Frauen, Mädchen annehmen können. Genau das Schicksal dieser Frauen, brannte schon vorher in den Herzen, des Missionsvorstandes.

Ich:Ich habe schon von vielen Missionswerken gehört, aber es war völlig neu für mich, dass man sogar ein hohes Darlehen aufnimmt um Menschen zu helfen. Warum habt Ihr das getan?

Frank Seidler: Manche unserer Projekte sind so unaufschiebbar, dass wir bereits in der Vergangenheit, Überbrückungsweise auf diese Form der Unterstützung, durch bereitwillige Christen angewiesen waren, die einerseits zwar nicht in der Lage waren größere Beträge zu spenden, andererseits ausreichendes Vertrauen besaßen, dem Missionswerk Teile ihrer Rücklagen zur Verfügung zu stellen.

So war es auch in diesem Fall, als im letzten Monat die Anfrage unser irakischen Partner an uns herangetragen wurde, ob wir bei der Befreiung von über 30 IS-Sklaven helfen könnten.

Praktisch bei fast allen Stiftungen, Organisationen und staatlichen Stellen überwiegen in solchen Fällen die Bedenken, dass die Gelder in die Hände der Verbrecher fließen und dort neues Unheil ausrichten.

Wir denken an dieser Stelle von zwei anderen Gesichtspunkten aus: Gott hat uns freigekauft aus dem Machtbereich des Bösen, durch das teuerste, was er hatte, seinen eingeborenen Sohn, Jesus Christus. Damit erweist er uns seine Liebe, auch wenn diese Kostbarkeit bis zum heutigen Tag verschmäht und missbraucht wird.

Zum anderen, fast überall auf der (westlichen Welt), war man vor einigen Jahren beeindruckt über “Schindlers Liste”. Heute, wo wir alle die Gelegenheit hätten, mit vergleichbarem Einsatz, Menschen unserer Zeit zu retten, überwiegen die Bedenken.

Wer lässt sich nicht länger abhalten, der Vernichtung überlassene Menschen konkret und real zu retten. Noch fehlen zum Ausgleich der entstandenen Kosten für die erste Gruppe der befreiten Gefangenen ca. 40.000,-€.

Diese Woche erreichte uns die Nachricht, das weitere neun in Mossul versteckte, gerettet werden können. Wir hatten letzte Woche die Gelegenheit “Shirin”, die 19-jährige Verfasserin des erschütternden Berichtes “Ich bleibe eine Tochter des Lichts” zu Gast zu haben.

Brauchst du Beweise? Lies!

 

Video zu dem Thema :Befreiung IS Sklaven

 

Spenden nehmen wir dankbar entgegen unter:

EMG e.V.

Sparkasse Uecker-Randow

IBAN: DE 14 15050400 3420001818

BIC: NOLADE 21 PSW

Verwendungszweck: SPENDE – PJ 2016-007 : Rehabilitation befreiter Mädchen und Frauen aus IS-Gefangenschaft.





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